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Bürgschaftsprogramme - BMV Agrar COSME

BMV Agrar COSME

  • Wer wird gefördert?

    Bestehende kleine und mittlere Unternehmen unter anderem aus der Landwirtschaft.

  • Was wird gefördert?

    Die Agrar-Bürgschaft bietet Unterstützung bei der Finanzierung und Umsetzung produktiver Investitionen und ermöglicht somit einen besseren Zugang zu Finanzierungen.

  • Wie wird gefördert?

    Die Bürgschaftsobergrenze liegt maximal 750.000 EUR pro Unternehmen. Bei einem maximalen Verbürgungsgrad von 70 % entspricht das einem Kreditbetrag von maximal 1,071 Mio. EUR und bei einer Verbürgung von 50 % entspricht das einem Kreditbetrag von maximal 1,5 Mio. EUR.

Leasing EU EIF

Empfängerkreis
Bestehende kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen

  • Landwirtschaft,
  • Aquakultur und Fischerei,
  • Ernährungswirtschaft,
  • erneuerbare Energien,
  • ländliche Entwicklung,
  • nicht gewerblicher Gartenbau,
  • Forstwirtschaft und Nebenerwerbslandwirte

mit einem Umsatz von bis zu 50 Mio. EUR p. a. oder 43 Mio. EUR Bilanzsumme und bis zu 249 Beschäftigten mit Sitz oder Investitionsort in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls infrage kommen Personen, die sich als tätige Teilhaber (Partner) an einem oben genannten Unternehmen beteiligen wollen.
Darüber hinaus richtet sich das Programm explizit an Existenzgründer sowie junge Unternehmen.

Verwendungszweck
Die Agrar-Bürgschaft bietet Unterstützung bei der Finanzierung und Umsetzung produktiver Investitionen und ermöglicht somit einen besseren Zugang zu Finanzierungen. Die verbürgten Kredite sollen der Steigerung bzw. Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dienen. Damit können Kredite zur Finanzierung von

  • Aus- und Umbauten,
  • Neuinvestitionen, Ersatzbedarf und Modernisierungen/Rationalisierungen in Betriebseinrichtungen und Produktionsanlagen,
  • vollständiger Erwerb eines Agrarbetriebes,
  • Erwerb von Gesellschafteranteilen an einem bestehenden Unternehmen der Agrarbranche (Mehrheits- oder Minderheitsbeteiligung),
  • Nachfolgeregelung,
  • Anlauf- und Markteinführungskosten für neue Geschäftsfelder,
  • Existenzgründungen,
  • Kooperationen, Marketingmaßnahmen, Qualifizierungen,
  • Betriebsmittel- und Liquiditätsfinanzierungen

verbürgt werden.
Umschuldungen sowie die Verbürgung von Sanierungskrediten sind ausgeschlossen.

Bürgschaftshöhe
Höchstens 750.000 EUR pro Unternehmen
Das entspricht

  • bei einem maximalen Verbürgungsgrad von 70 Prozent einer Kreditsumme von 1,071 Mio. EUR oder
  • bei einer 50-prozentigen Verbürgung einem Kreditbetrag von 1,5 Mio. EUR.

Mit der Agrar-Bürgschaft nimmt die BMV an einem Rahmenprogramm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (COSME) und an dem im Zusammenhang mit dem Investitionsplan für Europa begründeten Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) der Europäischen Union, bedient durch den Europäischen Investitionsfonds (EIF), teil. Die Agrar-Bürgschaft kann für Hausbankdarlehen sowie für Kredite, die über die Landwirtschaftliche Rentenbank refinanziert werden, beantragt werden.

Laufzeit
Die Laufzeit der Ausfallbürgschaft entspricht der Kreditlaufzeit und beträgt höchstens zehn Jahre.

Bürgschaftsentgelt und Kosten
Die Höhe der Bürgschaftsprovision richtet sich nach der Bonitätseinstufung des Unternehmens bei seiner Hausbank. Näheres dazu unter www.agrar-buergschaft.de.

Antragstellung
Eine Bürgschaft im Rahmen des Programmes BMV Agrar COSME wird über die jeweilige Hausbank bei der BMV beantragt, sofern Sitz des Unternehmens bzw. Investitionsort in Mecklenburg-Vorpommern liegen. Nach Zusage der Bürgschaftsübernahme wird durch die Hausbank der Antrag auf Refinanzierung bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gestellt. Nähere Informationen zur Agrar-Bürgschaft und den Online-Antrag gib es unter www.agrar-buergschaft.de

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Bürgschaftsbank?

Bürgschaftsbanken gibt es in jedem Bundesland. Es sind Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft mit einem öffentlichen Förderauftrag, die gegenüber Kreditinstituten Bürgschaften für Existenzgründer und Unternehmer übernehmen, wenn deren zu finanzierendes Vorhaben sinnvoll und Erfolg versprechend sind.

Was ist eine Bürgschaft?

Die Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Gläubiger (hier: Kredit gebende Bank oder Sparkasse) und dem Bürgen, wonach dieser für den Schuldner (hier: Kreditnehmer oder Kredit nehmendes Unternehmen) haftet.

Wer kann eine Ausfallbürgschaft erhalten?

Alle gewerblich tätigen kleinen und mittleren Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe in Mecklenburg-Vorpommern, denen wegen fehlender Absicherung kein oder kein ausreichender Kredit gewährt würde. Das Finanzierungsvorhaben muss betriebswirtschaftlich tragfähig sein.

Was fördert die Bürgschaftsbank?

Die verbürgten Kredite sollen der Steigerung bzw. Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dienen. Damit können Kredite zur Finanzierung von Investitionen, Warenbeständen, Betriebsmitteln und Avalen verbürgt werden.

Gibt es auch Ausschlussregelungen für die Beantragung einer Bürgschaft?

Die Bürgschaftsbank kann keine Bürgschaften für Sanierungen und Umschuldungen übernehmen.

Welche Laufzeit hat eine Ausfallbürgschaft?

Die Förderung erfolgt durch Gewährung einer Ausfallbürgschaft mit einer Laufzeit von maximal 15 Jahren. Bei Finanzierung von baulichen Maßnahmen kann die Laufzeit auf 23 Jahre verlängert werden.

Was ist eine Bürgschaft ohne Bank?

Antragsteller können sich auch direkt, das heißt ohne vorherige Einschaltung einer Hausbank an die Bürgschaftsbank wenden. Hierfür bieten wir das Programm BMV direkt an. Anfragen können über das Finanzierungsportal der deutschen Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Finanzierungsportal
Wie wird die Bürgschaft beantragt?

Die Bürgschaft wird grundsätzlich über ein Kreditinstitut oder eine Leasinggesellschaft beantragt. Alle Merkblätter, Konditionen, Bestimmungen sowie Antragsvordrucke sind digital unter Dokumente abrufbar.

Dokumente
Kann man eine Bürgschaft nur einmal beantragen?

Nein, Bürgschaften können beliebig oft beantragt werden. Es gilt aber, dass der insgesamt für einen Kreditnehmer (Kreditnehmereinheit) übernommene Umfang von Bürgschaften zu keinem Zeitpunkt 2,5 Mio. EUR überschreiten darf.

Kreditnehmereinheit
Was kostet eine Bürgschaft?

Bei positiver Entscheidung wird eine einmalige Bearbeitungsgebühr bezogen auf die beantragte Kredithöhe erhoben. Zudem berechnet die Bürgschaftsbank eine Avalprovision. Genauere Angaben können den aktuell geltenden Konditionen unter Dokumente entnommen werden.

Dokumente
Übernimmt die Bürgschaftsbank das gesamte Kreditrisiko?

Die Bürgschaftsbank trägt das Ausfallrisiko der Rückzahlung eines Kredites für das Kreditinstitut bis maximal 80 Prozent der Kreditsumme. Das Kreditinstitut selbst muss also mindestens ein 20-prozentiges Eigenrisiko akzeptieren.

Was geschieht, wenn die Bürgschaftsbank aus ihrer Bürgschaft in Anspruch genommen worden ist?

In Höhe der Bürgschaftsinanspruchnahme findet ein "Gläubigerwechsel" statt. Anstelle des Kreditinstitutes ist jetzt die Bürgschaftsbank Gläubigerin. Mit ihr sind über die Hausbank entsprechende Rückzahlungsvereinbarungen zu treffen.

Welches Beihilferecht wird bei einer Ausfallbürgschaft angewendet?

Die Bürgschaft hat einen Beihilfewert nach der „De-minimis“-Verordnung. Beihilfeempfänger ist das antragstellende Unternehmen. Dieses hat die geltenden Bestimmungen bzgl. der Einhaltung der Förderhöchstgrenze bei der Kumulierung mit anderen beihilferelevanten Förderprogrammen/-krediten zu berücksichtigen.

Was ist die Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020?

Mit der „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ hat der Bund den rechtlichen Rahmen für verschiedene Beihilfen geschaffen, um von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen zu unterstützen. Erfahren Sie in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mehr.

Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie